Das perfekte Frühstücksei

Die Geschmäcker der Menschen sind bekanntlich unterschiedlich. Schon wenige Minuten können über Genuss und Missfallen entscheiden. So zum Beispiel beim Frühstücksei. Ob hart, mittel oder weich, 3 oder 5 Minuten Kochzeit, gerührt oder als Omelette. Kaum ein Lebensmittel kann so vielseitig eingesetzt und zubereitet werden, wie das Ei.
Und das ist auch gut so. Denn Eier erhalten viele unterschiedliche Nährstoffe wie Vitamine, Mineralien und Spurenelemente.
Aber wie kocht man nun ein Ei optimal? Für welche Vorlieben ist welche Kochzeit am günstigsten? Generell ist das Kochen von Frühstückseiern eine Wissenschaft für sich. Bestimmende Faktoren sind u.a. die Größe des Eies, die Wassermenge, die Kochzeit und die Anfangstemperatur. Nach dem Sketch von Loriot allerdings, hat „die Hausfrau das Eierkochen sowieso im Gefühl!“.

Die Vorbereitung zum Eierkochen – Das Anpiksen von Eiern

Eier können beim Kochen platzen, denn durch die Hitzeentwicklung dehnt sich der Inhalt langsam aus und mit ihm steigt der Druck im Ei-Inneren. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn die Schale bereits einen kleinen Riss aufweist. Viele vermuten als Übeltäter die kleine Luftblase, die am unteren Ende des Eies platziert ist. Mit einem Eierpikser (oder einer Stecknadel) kann die flachere Seite angestochen werden. Aber bringt das wirklich etwas?

Die Meinungen gehen hier auseinander. Fakt ist: Wenn ein angepikstes Ei in heißes Wasser gelegt wird, sind kleine Luftbläschen zuerkennen, die durch das kleine Loch austreten und somit den Druck im Ei-Inneren abbauen. Die Sendung „Quarks & Co“ hat im WDR-Fernsehen hierzu einen interessanten Test durchgeführt: 3000 Eier wurden gekocht, davor nur die Hälfte angepikst. Von den angestochenen Eiern platzten 10 Prozent, von den nicht angestochenen 12 Prozent. Zusammenfassend lässt sich eher die Vermutung anstellen, dass grundsätzlich – ob gepikst oder nicht – ungefähr jedes 10. Ei dem Druck nicht gewachsen ist und platzt.

Legefrische Eier haben allerdings noch keine Luftblase, hier ist das Einstechen wirklich überflüssig. Eier mit einem Sprung in der Schale können zur Not auch in Alufolie verpackt gekocht werden.

Die Temperatur der Eier

Die optimale Kochzeit hängt auch von der Ausgangstemperatur des Eies ab. Die Kochdauer variiert je nachdem, ob die Eier bei Raumtemperatur gelagert oder vor dem Kochen frisch aus dem Kühlschrank genommen werden. Bei gekühlten Eiern muss eine längere Kochzeit eingeplant werden.

 

Die optimale Kochzeit für das Frühstücksei

Zwei mögliche Varianten im Kochtopf

Zunächst muss der Kochtopf mit ausreichend Wasser befüllt werden, so dass das Ei komplett mit Wasser bedeckt wird. Nun gibt es zwei Varianten das Ei zu kochen.

  1. Variante: Eier kalt aufsetzen. Die Eier werden in kaltes Wasser gelegt und zum Kochen gebracht. Erst, wenn kleine Bläschen aufsteigen, anfangen die Zeit zu stoppen.
  2. Variante: Eier kalt aufsetzen. Sobald das Wasser kocht, das Ei vorsichtig in den Topf legen und die Zeit stoppen.

 

Die Kochzeit im Wasserbad

Eier lassen sich weich, wachsweich (auch „mittel“ genannt) oder hart kochen.

Möchte man nun ein weiches Frühstücksei, liegt die optimale Kochzeit bei ca. 3 Minuten.
Möchte man ein wachsweiches Frühstücksei, sollte das Ei zwischen 4 und 5 Minuten im Topf mit kochendem Wasser liegen.
Für ein hartes Ei liegt die Kochzeit zwischen 7 und  9 Minuten.
Je kleiner das Ei, desto kürzer sollte die Kochzeit angesetzt werden.

Nach der gewünschten Kochdauer muss das Ei vorsichtig mit einem Löffel aus dem Wasser geholt und anschließend unter kaltem Wasser abgeschreckt werden (bis die Schale kalt ist). Im inneren bleibt das Ei heiß.
Hinweis: Trotz des Abschreckens garen die Eier noch ein wenig weiter. Bevorzugen Sie weiche Eier zum Frühstück, sollte zeitnah serviert werden.

Möchte man sich den gesamten Trubel sparen, besteht natürlich die Möglichkeit, sich einen Eierkocher zu kaufen.